Fischadler
Charakter und Jagdkunst
Ein Meister des Fischfangs: Der Fischadler (Pandion haliaetus) kreist hoch, stürzt sich pfeilschnell auf Beute, taucht mit ausgestreckten Krallen ins Wasser. Eindrucksvoll ist seine Präzision und Ausdauer. Sein Revierverhalten ist ausgeprägt – er verteidigt Brutplätze energisch. Zugvogel mit großer Reisetreue, oft über tausende Kilometer zwischen Brut- und Winterquartier. Sein Ruf ist klar, pfeifend, fast klagend – unverwechselbar am Gewässer.
Erscheinungsbild
Schlanker Greifvogel mit langen, schmalen Flügeln und markant geknicktem Handgelenk im Flug. Oberseite dunkelbraun, Unterseite weiß. Weißer Kopf mit schwarzem Augenstreif. Beine kräftig, mit Greiffüßen und Widerhaken für Fischfang.
Männchen: Etwas kleiner und schlanker als Weibchen, meist weniger ausgeprägte Brustzeichnung.
Weibchen: Größer, oft dunklere Brustbinde. Unterschied manchmal nur im direkten Vergleich erkennbar.
Im folgenden Steckbrief finden Sie alle wichtigen Informationen auf einen Blick:
Wissenschaftlicher Name: Pandion haliaetus
Auch bekannt als: Fischaar, Fischhabicht
Ordung: Greifvögel (Accipitriformes)
Größe: ca. 42-60 cm
Gewicht: 1,2–2,0 kg
Flügelspannweite: 150–180 cm
Verbreitung: Weltweit außer Antarktis, schwerpunktmäßig Europa, Asien, Nordamerika
Lebensraum: Seen, Flüsse, Küsten, Feuchtgebiete
Nahrung: Fast ausschließlich Fische
Paarungszeit: April bis Juli (Europa)
Gefährdung: In Europa: Erholung nach starker Gefährdung, lokal noch gefährdet – geschützt nach EU-Recht